Essays

Rassimus und Rapmusik – ein analytisches Essay.

Ein kurzes Essay über die Verbreitung und variable Konnotation rassistischer Termini innerhalb der Rapmusik am Exempel des Wortes „Nigger“.

Zu Beginn meiner Arbeit habe ich überlegt, auf welche Weise und mit welcher Häufigkeit ich in meinem alltäglichen Leben mit Rassismus in den Medien in Berührung komme. Sprechen wir von Rassismus, dann meinen wir die Ideologien von aus der Natur des Menschen begründeten Rassenunterschieden und darauf aufbauenden unterschiedlichen sozialen, moralischen und/oder biologischen Bewertungen natürlich-biologischer Unterschiede von Menschen aus einer distanzierenden, kritischen Perspektive [.] , aber auch und hinsichtlich dieser Arbeit vor allem Einstellungen (Vorstellungen, Gefühle, Vorurteile) […], die die Verachtung […] von Menschen dadurch legitimieren […], dass sie eine mehr oder minder willkürliche Auswahl körperlicher Merkmale zu »Rassenmerkmalen« zusammenstellen und die so gebildeten »Rassen« wertend klassifizieren [Hervorhebung durch Vf.].

Ein kurzer Blick auf meine Schallplattensammlung genügte, um Massen an Titeln zu finden, die sich eines rassistischen Terminus bedienen. ANOTHER WILD NIGGER FROM THE BRONX , FLY NIGGA HILL FIGGA , THA FRUSTRATED NIGGA , JEEP ASS NIGGUH oder DA NEX NIGUZ sind nur wenige von zahlreichen Titeln, die an dieser Stelle als Exempel dienen sollen. Rapmusik, die ihren Ursprung in den afroamerikanischen Ghettos der Bronx, New York, hat und auch heute noch besonders von schwarzen Künstlern geprägt ist, bedient sich in ausgeprägtem Maße als rassistisch zu bewertender Termini. Die Verwendung rassistischer Begriffe innerhalb der Rapmusik möchte ich anhand des Wortes Nigger exemplarisch analysieren.

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