Sampling im HipHop: Plagiate als Archiv?

Sampling im HipHop: Plagiate als Archiv?
Über das Samplen als postmoderne Kulturtechnik.

Diese Ausarbeitung untersucht die Technik des Sampelns innerhalb der Rapmusik hinsichtlich ihrer Parallelen zu Kriterien der Postmoderne innerhalb der Filmwissenschaft.

Eine zehn Inch große Schallplatte; veröffentlicht von einer lutherischen Kirche, das pinke Label trägt den Aufdruck eines schwarzen Fisches . Mehr Informationen bot Christopher Martin, der in der HipHop-Szene unter dem Pseudonym DJ Premier als DJ und Produzent Weltruhm erlangte, zu keiner Zeit. Dennoch genügten die Hinweise, um in Internetforen selbsternannter Musikarchäologen seitenweise Diskussionen zu initiieren, welche die Ergebnisse der geleisteten Detektivarbeit thematisierten. Ziel war es, anhand der neuen Hinweise die Quelle jenes Samples zu identifizieren, welches DJ Premier 1999 in dem von ihm produzierten Song NAS IS LIKE des Rappers Nas verwendete.
Das große Interesse zeigte erneut, welch große Rolle Samples, Intertextualität und das Wiederverwenden bestehender Werke im Bereich der Rapmusik spielen. Ähnlich der Vorgehensweise von Regisseuren wie Quentin Tarantino, greifen Produzenten der Rapmusik regelmäßig auf Werke anderer Künstler und Epochen zurück und verweigern „the purist aesthetic according to which elements from different periods, styles, or genres should never be combined.“
Nachfolgend soll die in der Rapmusik verwendete Technik des Sampelns im Kontext der Postmoderne dahingehend untersucht werden, ob eine Korrelation von Kriterien der Postmoderne innerhalb der Filmwissenschaft und der Vorgehensweise von Produzenten der Rapmusik besteht.

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